Ortenau Direkt

Dorffeste der Ortenau am Beispiel Zusenhofen – 5.000 Besucher feiern ein Fest für die Gemeinschaft

Helfer und Organisatoren beim Dorffest Zusenhofen
© binzigmedia.de – Bei einem Dorffest hilft sich die Gemeinschaft gegenseitig. Gefeiert wird zusammen.
Dorffeste gehören zur Ortenau wie die Schnapsbrennereien oder Weinreben. Wir können nicht über jede der unzähligen Veranstaltungen berichten. Das ist nicht unser Ansatz. Aber stellvertretend für alle Feste zeigen wir am Beispiel des Dorffestes Zusenhofen ein paar Hintergründe, Ablauf und Charakteristika auf. Ein Highlight war der Handwerkermarkt. Dabei konnten die Organisatoren mit 5.000 Besuchern einen Rekord verzeichnen. Zusenhofen hat 1.800 Einwohner. Es kamen also viele Auswärtige.
Von Christian Huber

Die vierte Auflage des Dorffestes in Zusenhofen am neuen Platz rund um die Freiwaldhalle war ein voller Erfolg. Mit rund 5000 Besuchern an drei Tagen übertrifft das Fest alle Erwartungen. Das lässt darauf schließen, dass bei der Veranstaltung etliche auswärtige Gäste dabei waren, denn Zusenhofen hat nur 1.800 Einwohner. Das Dorf wird zum Publikumsmagneten. „Den Erfolg verdanken wir dem Zusammenhalt unserer Vereine hier im Dorf“, lobt Sascha Marquardt, Vorsitzender des Fördervereins Dorfgemeinschaft Zusenhofen e.V. die Helfer und Organisatoren.

Zum 4. Mal am neuen Standort

Immer am ersten Juli-Wochenende steigt das Dorffest Zusenhofen. 2025 bereits zum vierten Mal am neuen Standort rund um die Freiwaldhalle. Vom 5. bis zum 7. Juli lockten zahlreiche musikalische Highlights und ein breites kulinarisches Angebot der lokalen Vereine unzählige Besucher in das Dorf. „Wir zählen nicht alle Besucher, aber ausgehend von den ausverkauften Essensangeboten und den belegten Bierbänken“, so Sascha Marquardt, „gehen wir von rund 5000 Gästen aus.“

Jedes Jahr gewachsen

Seit das Dorffest an den neuen Platz verlegt worden ist, seien die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr gestiegen, so der Vorsitzende des Fördervereins. Dabei bekommt das Fest auch immer mehr Zuspruch von außen und ist längst keine Veranstaltung nur für die Dorfbewohner selbst. So hatte sich der Musikverein Horgen aus dem Kreis Rottweil mit der Anfrage gemeldet, beim Dorffest spielen zu wollen und nach der Zusage den Sonntagvormittag mit breitem Spektrum musikalisch untermalt. „Unser Dank gilt einerseits den Leuten da draußen“, so Sascha Marquardt, „denn selbst bei Regen oder Hitze kommen die zu uns nach Zusenhofen. Das ist überwältigend und macht Spaß.“ Er dankte auch den zahlreichen Sponsoren und unzähligen Helfern, die das Fest in dieser Größe überhaupt möglich machten.

Stolz auf die Gemeinschaft

Der gerade einmal zwölf Mitglieder zählende Förderverein übernahm wie auch in den drei Jahren zuvor die zentrale Organisation. Musikbands – in diesem Jahr spielten der Musikverein Zusenhofen, „Schniposa“, „Dinner for Two“, Ute Singt und „Night Shift“ – Biertische und -bänke, Tonanlage und vieles mehr wird durch die nur wenigen Mitglieder und eine handvoll Helfer übernommen. Der VfR Zusenhofen, die Feuerwehr, der Skatclub, der Musikverein Harmonie, der Kirchenchor, der Männerchor, der Harmonikaverein und die Landfrauen sorgen für ein breites Essens- und Getränkeangebot.

„Von Pommes bis Paella, von Sprudel bis zum Cocktail: für jeden ist etwas dabei“, freut sich Tanja Weinzierle, die Ortsvorsteherin von Zusenhofen, und ergänzt, dass sie stolz auf die Gemeinschaft sei. „Jeder packt an und jeder weiß, wo was zu tun ist. Das gibt es nicht mehr oft heutzutage. Da bin ich den Leuten sehr dankbar dafür“, fügt sie an.

Der Sonntag im Zeichen des Handwerks

Zu festen Institutionen sind inzwischen der Kindernachmittag und der Handwerkermarkt geworden. Für die kleinen Gäste wurde am Sonntagnachmittag ein umfangreiches Mitmachprogramm angeboten. Rund um das Festgelände stellten 35 Standbetreiber ihre Handwerkskunst aus und boten den Besuchern des Fests die Möglichkeit, Hochwertiges aus lokaler Manufaktur zu erwerben. „Von Malerei über Schmuck bis hin zu handgemachten Schachspielen hatten wir in diesem Jahr alles dabei“, erläutert Jasmin Rastetter, Schriftführerin des Fördervereins.

Sicherheitskonzept ist Wermutstropfen

Ein deutlich aufwändigeres Sicherheitskonzept sorgte dafür, dass der Aufbau beim diesjährigen Fest komplizierter wurde. Mit Betonklötzen und mobilen Fahrzeugsperren habe man die Auflagen der Behörden erfüllt, berichtet Dominic Piernot, Vorstandsmitglied des Fördervereins. Dies bedeutete jedoch mehr Helfer, mehr Material und vor allem auch Stress für alle, die rund um das Dorffest mit Anlieferung und Organisation beschäftigt waren. „Schade, dass man so etwas jetzt machen muss, nur weil anderswo jemand durchgedreht ist“, fügt er an und ergänzt, dass er darauf hoffe, dass die Bedingungen künftig nicht noch weiter verschärft würden.

Nach dem Fest ist vor dem Fest

Bereits während des Festes sei man im ständigen Austausch mit den Vereinen, Besuchern und allen, die mit der Organisation zu tun hätten, erläutert Marquardt. Da gäbe es immer Dinge, die man besser machen könne. „Jeder denkt mit und am Ende kommt immer ein guter Vorschlag raus“, ergänzt Piernot. Ein wenig Abstand brauche es nun schon, sind sich dann beide einig, aber direkt nach der Sommerpause geht es dann direkt in die Planung für das nächste Fest, „denn am 4. Juli 2026 ist es wieder so weit“, freut sich Sascha Marquardt.

Das könnte dich auch interessieren:

Neues Format: „FAMILIEGEHTTANZEN“ – Die erste Club-Party für Groß und Klein kommt in die Ortenau

Marco Luraschi wuchs zwischen Pferden und Kino auf und brilliert aktuell als „Zorro“ im Europa-Park

Top-Act in Emmendingen: Reggae-Star Gentleman mit Live-Auftritt beim 25. African Music Festival 2025

Weitere Beiträge