Uschi Walkenhorst aus Freiburg mit „s Znüni“ in der Kategorie Lyrik und Valo Christiansen aus Bochum mit „Güed so“ in der Kategorie Prosa haben beim Mundartwettbewerb „Lahrer Murre“ 2025 die beiden ersten Plätze belegt. Auf Platz zwei in der Kategorie Lyrik folgte Wendelinus Wurth aus Gutach mit „Herrebach“, auf dem doppelt vergebenen zweiten Platz in der Kategorie Prosa Willi Keller aus Offenburg mit „S’Letschd Mol“ und Carola Horstmann aus Denzlingen mit „De richtigi Moment“. Das teilt die Stadt Lahr mit.
Sparten Lyrik und Prosa
Bereits zum elften Mal hatte die Mediathek Lahr in Kooperation mit der Muettersproch-Gsellschaft und dem Schwarzwaldverein Lahr-Reichenbach dazu aufgerufen, Texte in alemannischer Sprache zum Lahrer Mundartwettbewerb einzureichen. Vergeben wurde jeweils ein erster und ein zweiter Preis in den Sparten Lyrik und Prosa. Die Preise waren mit 300 bzw. 200 Euro dotiert.
Einreichungen von weit her
Die insgesamt 19 Einsendungen in den beiden Kategorien kamen wie schon in den vergangenen Jahren aus verschiedenen Regionen in Baden-Württemberg, aber auch von weiter her wurde Alemannisches eingeschickt – etwa aus Bochum, Bordeaux oder Darmstadt. Die Jury-Mitglieder Stefan Pflaum, Ludwig Hillenbrand und Ulrike Derndinger wählten demnach die fünf besten Beiträge für die Prämierung aus.
Letzter „Murre“-Wettbewerb
2025 fand voraussichtlich der letzte „Murre“-Wettbewerb in der bekannten Form statt. Die „Lahrer Murre“ soll der Lahrer Veranstaltungswelt jedoch erhalten bleiben: Auch in Zukunft soll es Lesungen und andere Veranstaltungen zur alemannischen Mundart geben.
Foto: Preisträgerinnen und Preisträger der „Lahrer Murre“ 2025: Carola Horstmann, Uschi Walkenhorst (vorne, von links), Valo Christiansen und Willi Keller (hinten, von links). Es fehlt: Wendelinus Wurth.
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