Wenn eine Institution sich über 30 Jahre halten kann, ist das immer eine gute Sache. So hat sich die Ausstellungsreihe KUNSTkommt still und beharrlich in das Bewusstsein der Offenburger Kunstszene eingebrannt. Die Ausstellungsreihe im Paul-Gerhardt-Werk und im Aenne-Burda-Stift hat nicht nur zahlreichen Künstlern – Hobbymalern ebenso wie Professionellen – die Möglichkeit gegeben, sich ausführlicher vorzustellen, sondern erfüllt umgekehrt auch eine soziale Funktion, indem sie zur Kommunikation vor und mit den Kunstwerken anregt.
Festakt zum Jubiläum
In einem Festakt wird das Jubiläum gefeiert: am Sonntag, 25. Januar, um 11 Uhr in der Kirche des Paul-Gerhard-Werks in Offenburg, Brünnlesweg 21. Neben feierlichen Ansprachen werden auch Werke der im Jubiläumsjahr eingeladenen Künstler zu erleben sein. Zur Feier ist auch eine Festschrift erschienen, die akribisch und mit schönen Bildbelegen die Geschichte dieser Gemeinschaftsaktion nachzeichnet.
Nahtlose Zusammenarbeit
Dass sich das Konzept von KUNSTkommt so nachhaltig bewährt hat, hängt natürlich auch damit zusammen, dass hinter den Kulissen nahtlos zusammengearbeitet werden kann – von der Stadt Offenburg und deren Abteilung „Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt und Beratung“ mit Lydia Schindler einerseits und dem Paul-Gerhardt-Werk auf der anderen Seite.

Das Team von KUNSTkommt mit Jacqueline Zanger (PGW) und Lydia Schindler (Stadt Offenburg). Foto: Stadt Offenburg
Ehrenamtliche Projektleiter
Die Seele des Unterfangens sind natürlich die ehrenamtliche Projektleiter, die Verbindungen und das Fachwissen haben müssen, um ein solches Programm aufstellen zu können. Viele Jahre lang war dies Helmut Schmidt, ehemals Rektor der Eichendorff-Schule, der vor fünf Jahren die Verantwortung an den Rechtsanwalt und bekennenden Kunstfreund Andreas Fahr weitergab.
Druckgrafik und Malerei
Der hat auch für das Jubiläumsjahr ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt – drei Ausstellungen im Paul-Gerhardt-Werk und vier im Aenne-Burda-Stift. Dort stellt Anna Higgs ihre Präsentation „Possible“ vor (seit 17.Dezember 2025 bis zum 5. März), vom 10. März bis zum 1. April folgt der Maler Wolfgang Ebert mit der Ausstellung „Innenlicht“; nach Druckgrafik und Malerei von Sabine Person „Von Bäumen und Träumen“ (7. Juli bis 3. November) folgt schließlich noch „Die Malerei und der Schwarzwald“ von Michael Blum (10. November 2026 bis 2. März 2027).
„Maßvolle Übertreibung“
Im Foyer des Paul-Gerhardt-Werks zeigt der Fotograf Christian Möhle „Menschen & Momente“ (3. Februar bis 5. Mai), ihm folgt „Maßvolle Übertreibung“ von Rainer Braxmaier (12. Mai bis 15. September) und schließlich die Malerin Inge Panter mit „Farbe in Form“ (22. September 2026 bis 7. Januar 2027).
Zum festen Ritual der Ausstellungen zählen neben der Eröffnungsrede auch musikalische Beiträge und Gespräche vor den Arbeiten, so die Reihe „Ein Nachmittag mit Frau von H.“, mit Renate von Heimburg, die sich großer Beliebtheit erfreut.
Jubiläumsfeier „Kunst kommt“
Termin: Sonntag, 25. Januar, 11 Uhr
Veranstaltungsort: Paul-Gerhardt-Kirche, Brünnlesweg 21, 7762 Offenburger
Veranstalter: Stadt Offenburg / Paul-Gerhardt-Werk
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