Es war ihr Zuhause, ihr Zufluchtsort, ihre Schule und vor allem ihre Familie. Man teilte das Lachen, schlaflose Nächte, Auftritte, Herausforderungen, Tränen und unzählige Momente, die sie mit unendlicher Zuneigung in ihrem Herzen bewahren wird.
Weibliche Mariachi-Gruppe
Seit Mai letzten Jahres ist die 25-jährige Elizabeth Cruz im Europa-Park engagiert und hatte kürzlich auch bei der Kunstausstellung der Talent Academy einen grandiosen Auftritt. Sie spielt ansonsten mit der rein weiblichen Mariachi-Gruppe, die in den Restaurants im spanischen Viertel und auch in der Westernstadt Silver Lake auftritt. Auch im Vorprogramm der Eis-Show ist das Quartett zu erleben, wo sie auch mit ihrem Gesang zu glänzen weiß. Musik begeistert die sympathische Mexikanerin zutiefst und ist die Kunstform, die direkt zum Herzen spricht.
Herausragende Geiger
„Meiner Meinung nach zählen Hilary Hahn, Ray Chen und Janine Jansen zu den herausragendsten Geigern unserer Zeit. Ich würde sie sehr gerne einmal live erleben, denn ihre Technik und ihr Feingefühl inspirieren mich zutiefst. Wenn ich an die größten Geiger der Geschichte denke, fallen mir immer Niccolò Paganini, Jascha Heifetz und Yehudi Menuhin ein, deren Vermächtnis bis heute den Weg für alle Violinisten prägt“, sagt Cruz.

Elizabeth Cruz spielt in der Mariachi-Gruppe. Foto: Martin Ullrich
Das Interview
Ortenau Journal: Ich welchem Alter hast du begonnen, Geige zu spielen?
Elizabeth Cruz: Ich habe mit 20 Jahren mit Mariachi-Musik angefangen, spiele aber schon seit meinem 15. Lebensjahr die Geige.
Ortenau Journal: Erinnerst du dich noch an den ersten Auftritt im Europa-Park?
Elizabeth Cruz: Ja, ich erinnere mich. Ich war sehr nervös, denn im Europa-Park aufzutreten, ist eine große Ehre, nicht nur für mich.
Ortenau Journal: Gibt es schon einen Höhepunkt in der bisherigen Karriere?
Elizabeth Cruz: Ja, ich bin in die USA, nach Spanien, Guatemala, durch ganz Mexiko und jetzt auch nach Deutschland gereist – alles kann ich als Höhepunkte nennen.
Ortenau Journal: Hast du ein Ritual vor den Auftritten?

Elizabeth Cruz: Ja, ich dehne und wärme meine Stimme und meine Gliedmaßen immer auf, bevor ich spiele.
Ortenau Journal: Du trägst ein sehr schönes Kostüm, woher kommt es?
Elizabeth Cruz: Ich trage ein typisches mexikanisches Mariachi-Kostüm. Es ist ein Original und stammt aus meiner Heimatstadt Guadalajara (Bundesstaat Jalisco). Das Kostüm ist eine Weiterentwicklung des Charro-Anzugs und ein Symbol mexikanischer Identität. Obwohl die genaue Geschichte ungewiss ist, geht man im Volksmund davon aus, dass der Ursprung der Charro-Tracht in der spanischen Provinz Salamanca des 16. Jahrhunderts liegt, und zwar allein aufgrund der Tatsache, dass der Begriff Charro auch als Demonym für die Bevölkerung dieser Provinz verwendet wird. Es zeichnet sich durch seine taillierte Jacke (Chaquetilla), die eng anliegende Hose mit Knöpfen oder in diesem Fall den Rock, die große Schleife und den bestickten Gürtel aus. Aus seinem ländlichen, bäuerlichen Ursprung hat sich ein aufwendigeres Design mit leuchtenden Farben und Details entwickelt, die die Tradition, den Stolz und den kulturellen Reichtum Mexikos repräsentieren.
Ortenau Journal: Geht es auch oft privat in den Europa-Park? Was ist deine Lieblingsattraktion?
Elizabeth Cruz: Ich genieße den Europa-Park sehr. Meine Lieblingsshows sind momentan die Zirkus-Show und die Eis-Show.

Elizabeth Cruz in ihrem original Mariachi-Kostüm. Foto: Martin Ullrich
Ortenau Journal: Wie oft übst du einzeln oder in der Gruppe?
Elizabeth Cruz: Ich muss jeden Tag üben.
Ortenau Journal: Was machst du nach einem Auftritt zum Abschalten und Runterkommen?
Elizabeth Cruz: Ich trinke normalerweise in Ruhe einen Kaffee und schreibe über mein Leben.
Ortenau Journal: Was gefällt dir in Deutschland besonders?
Elizabeth Cruz: Ich denke, Deutschland hat eine sehr reiche Kultur. Außerdem genieße ich die Aussicht und Städte-Trips wirklich sehr.
Ortenau Journal: Sprichst du auch schon etwas deutsch?
Elizabeth Cruz: Nicht wirklich, ich versuche aber fleißig zu lernen.
Siehe auch hier:
Gegen Zweifel und Klischees: Wie Cesar Dias seinen eigenen Weg als Clown im Europa-Park gefunden hat