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Gegen Einsamkeit im Alter: Das Eckle 47 in Offenburg setzt auf Begegnung, Bewegung und Engagement

Ältere Menschen im Eckle 47
© Stadt Offenburg – Das Eckle 47 in der Nordweststadt ist bereits ein beliebter Treffpunkt.
Ein leer stehendes Eckhaus wird zum Ort der Begegnung: In der Offenburger Nordweststadt wächst mit dem Eckle 47 ein Treffpunkt, der Gemeinschaft, Aktivität und Teilhabe fördert. Das Pilotprojekt richtet sich besonders an älter werdende Menschen, steht aber allen offen. Gemeinsames Frühstück, Bewegung, Kreativangebote und Kochen prägen den Alltag. Damit die Idee weiter wächst, sucht das Eckle 47 engagierte Ehrenamtliche mit Zeit, Ideen und Lust auf Miteinander. Pflegefälle werden nicht betreut.
Lebendiger Treffpunkt

Mit dem Eckle 47 entsteht in der Nordweststadt Offenburgs ein lebendiger Treffpunkt für älter werdende Menschen und alle Interessierte – ein Pilotprojekt im Rahmen von „Älterwerden in Offenburg“. Das Angebot unter der Leitung von Michaela Herp vom Stadtteil- und Familienzentrum Am Mühlbach befindet sich im Gebäude an der Ecke Rheinstraße / Okenstraße 47 und soll zu einem offenen, warmherzigen Ort des Miteinanders wachsen, wie die Stadt Offenburg in einer Pressemitteilung schreibt.

Schon viel Leben im Haus

Derzeit ist das Eckle 47 montags und mittwochs von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Montagmorgens beginnt demnach der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück (Kostenbeitrag zwei bis drei Euro). Anschließend stehen Stuhl-Gymnastik, Bewegung und verschiedene Spiele auf dem Programm – das „Was und Wie“ wird jedes Mal gemeinsam entschieden. Mittwochs werde Origami gefaltet und anschließend gemeinsam gekocht und gegessen – ebenfalls gegen einen kleinen Kostenbeitrag.

Angebot für alle

Für die Aktivitäten stehen ein Raum mit Platz für Bewegung, ein gemütlicher Tischbereich sowie eine voll ausgestattete Küche zur Verfügung. Ein zusätzlicher Kreativraum lade zu Bastel-, Handarbeits- oder Werkangeboten ein. Das Eckle 47 ist offen für jeden. Vor allem älter werdende Menschen sollen hier einen Ort der Gemeinschaft erleben können. Auch Menschen mit Demenz im Stadium 3 bis 4 sind willkommen; Pflegefälle können nicht betreut werden.

Verstärkung gesucht

Aktuell würden vier Ehrenamtliche das Angebot tragen. Einer von ihnen ist Roland Kessler: „Ich war 46 Jahre Polizist in Lahr und dachte immer, ich hätte eigentlich was Soziales machen sollen“, erzählt er lachend. Für ihn ist das Engagement im Eckle 47 eine sinnstiftende Aufgabe. Damit das Pilotprojekt wachsen kann, braucht es weitere Menschen, die sich einbringen möchten.

Von Singen bis Gedächtnistraining

Langfristig soll das Eckle 47 an jedem Wochentag von morgens bis abends belebt sein. Dafür würden dringend freiwillig Engagierte gesucht, die Zeit, Freude und Ideen mitbringen. Ob Singen, Handarbeit, Vorlesenachmittage, kleine handwerkliche Angebote, Gedächtnistraining, sportliche Aktivitäten oder etwas ganz Anderes: Jeder und jede darf eigene Talente einbringen und das Programm mitgestalten. Freiwillig Engagierte erhalten demzufolge eine Aufwandsentschädigung. Neben Zeitspenden sind auch Sachspenden wie Bastelmaterialien oder Spiele sehr willkommen und fließen direkt ins Programm ein.

Niederschwellige Treffpunkt

Das Eckle 47 versteht sich als Vorstufe zur Tagespflege – ein niedrigschwelliger Treffpunkt, der Begegnung ermöglicht, Einsamkeit entgegenwirkt und Freude ins Quartier bringt. Damit dieser Ort sich weiterentwickeln kann, braucht es Menschen, die mitmachen möchten: als Teilnehmende oder als Mitgestaltende.

Ein Treffpunkt für älter werdende Menschen, der allen offen steht, um die Gemeinschaft zu stärken. Das landet beim Ortenau Journal klar in der Rubrik „Good News“.

Siehe auch hier:

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