Mit ihrer neuen Standortkampagne „Hier geht was!“ will die IHK Südlicher Oberrhein Stärken einer ganzen Region sichtbar machen und für Zuversicht sorgen. Denn die Leistungsfähigkeit der Betriebe am südlichen Oberrhein ist beachtlich. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Beschäftigten beweisen dies in ihrer tagtäglichen Arbeit. Einige treten nun als IHK-Standortbotschafterinnen und -botschafter in die Öffentlichkeit, teilt die IHK mit.
1.300 Gäste in Freiburg
Teil der IHK-Kampagne ist demnach auch der Podcast „Boss Storys“ mit inspirierenden Erfolgsgeschichten. Zum Neujahrsempfang der IHK Südlicher Oberrhein am Montagabend im Freiburger Konzerthaus kamen 1.300 Gäste, um sich über die neue Standortkampagne austauschen, aber auch zu vielen anderen Themen rund um Wirtschaft und Gesellschaft netzwerken.
„Schwieriger, neue Erfolge zu erzielen“
„Deutschland, wir haben ein Problem: Den Unternehmerinnen und Unternehmern fehlt es an Vertrauen in die Zukunft dieses Landes. Wir sprechen gerne über die früheren Erfolge, es wird aber immer schwieriger, neue Erfolge zu generieren“, sagte IHK-Präsident Eberhard Liebherr in seiner Situationsbeschreibung des Standorts.

IHK-Präsident Eberhard Liebherr bei seiner Rede. Der Podcast „Boss Storys“ zeigt Erfolgsgeschichten. Fotos: IHK SO/Michael Bode
Besondere Stärken
Doch bei allen Sorgen wäre es falsch, den Weltuntergangs-Propheten zuzuhören, Liebherr weiter. Man wolle nicht permanent auf Probleme schauen. „Wir haben am südlichen Oberrhein besondere Stärken, die gerade in unsicheren Zeiten tragen: einen leistungsfähigen, tief in der Region verwurzelten und oft familiengeführten Mittelstand, der langfristig denkt und eine hohe Investitionskraft aufweist.“
Mittelstand immer belastbar
Viele Hidden Champions und exzellente Ausbildungsbetriebe mit einer hohen Bereitschaft, Verantwortung für Beschäftigte und die Region zu übernehmen, würden dies unterstreichen. Dieser Mittelstand sei noch nie bequem gewesen, aber immer sehr belastbar. Diese positive Botschaft soll ins Jahr 2026 transportiert werden. Liebherr: „Wir wären nicht die IHK Südlicher Oberrhein, wenn uns nicht etwas einfallen würde: die Standortkampagne ‚Hier geht was!‘“.
Talkrunde mit Victoria Fuchs
Der Claim sei selbstbewusst gewählt. Den Auftakt dazu gab es beim Neujahrsempfang mit einer Talkrunde bestehend aus Spitzengastronomin und TV-Köchin Viktoria Fuchs vom Hotel Spielweg in Münstertal, Haufe-Geschäftsführerin Birte Hackenjos, Dr. Dorothea Helmer, die das erfolgreiche Freiburger Start-up Glassomer mitgegründet hat, und Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG.
Zugleich IHK-Standortbotschafter:innen
Moderiert wurde die Runde von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Salomon. Drei der vier Gesprächsgäste sind zugleich IHK-Standortbotschafter:innen. „Hat Deutschland, hat die Region noch ausreichend Innovationen?“, fragte Dieter Salomon. Mats Gökstorp beantwortete diese Frage für den Sensor-Spezialisten aus Waldkirch uneingeschränkt mit einem Ja.
„Einfach mehr Freiheit“
„Wir haben so viele Ideen und wollen diese Innovationen auch an den Markt bringen.“ Die Frage sei bloß, ob dies in Deutschland passieren werde. Sick sei ein sehr dynamisches Unternehmen, die Entwicklungsaufgaben würden über die weltweiten Standorte verteilt. Um deutsche Standorte wettbewerbsfähig zu halten, komme es auf eine „viel höhere Flexibilität“ an. „Mein einziger Wunsch an die Politik: „Lassen Sie uns einfach mehr Freiheit.“

Beim Neujahrsempfang der IHK fand sich eine prominente Talkrunde zusammen. Foto: IHK SO/Michael Bode
Gute Standortbedingungen
Dr. Dorothea Helmer lobte demzufolge die guten Standortbedingungen. „Es ist nicht schwer, Fachkräfte nach Freiburg zu locken. Und wir profitieren davon.“ Nicht nur Start-ups wie Glassomer, auch gestandene Unternehmen wie Haufe sind Innovationstreiber in der Region. Das 1934 gegründete Unternehmen habe sich von einem klassischen Verlag zum Digitalhaus gewandelt. „Wir haben schon sehr früh daran geglaubt, dass man Content digital lesen kann“, sagte Birte Hackenjos.
Früh Führungsverantwortung
Mit dem Mut zur Veränderung hat es auch das Traditionshaus Hotel Spielweg geschafft, über sechs Generationen für Besucher attraktiv zu bleiben. Viktoria Fuchs und ihre Schwester Kristin kamen bereits sehr früh in Führungsverantwortung und leiten ihr Unternehmen seit vier Jahren gemeinsam. Als IHK-Standortbotschafterin stehe Viktoria Fuchs auch für den Wert der dualen Ausbildung. Ihr Motto: „Man muss nicht studieren, eine Ausbildung ist genauso wertvoll“, sagte die Gastronomin.
Der Standortkampagne ein Gesicht geben
Und sie sendete einen Appell an die Unternehmerinnen und Unternehmer: „Trauen Sie den Auszubildenden etwas zu, was die kommende Generation mitbringt, ist wertvoll.“ Über die IHK-Kampagne „Hier geht was!“ Wir geben den erfolgreichen Unternehmen im Rahmen unserer Standortkampagne ein Gesicht: Durch ihre langjährige Erfahrung und Kenntnisse in den verschiedenen Branchen der Region bringen unsere Botschafterinnen und Botschafter jede Menge Expertise mit und können aus erster Hand von den Stärken und Potenzialen des südlichen Oberrheins berichten.
Bekannte Persönlichkeiten
Ihre Erfolgsgeschichten würden zeigen, warum es sich lohnt, hier zu bleiben, hier zu investieren und hier zu arbeiten. Neben Akteur:innen aus der Wirtschaft sind auch bekannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Sport an der Kampagne beteiligt. Botschafter:innen sind unter anderem TV-Köchin Viktoria Fuchs vom Hotel Spielweg in Münstertal, Haufe-Geschäftsführerin Birte Hackenjos, Dr. Dorothea Helmer, Mitgründerin des Freiburger Start-ups Glassomer, oder Europa-Park-Mitgründer Roland Mack. Im Verlauf des Jahres 2026 werden weitere Standortbotschafter:innen dazukommen und die IHK-Kampagne unterstützen.
Neuer Podcast der IHK
In ihrem neuen Podcast Boss Storys spricht die IHK mit Menschen, die die Region aktiv mitgestalten. Unternehmer:innen und Wissenschaftler:innen, die im Hintergrund agieren, aber auch Menschen aus dem öffentlichen Leben wie Sportler:innen und Kulturschaffende. Sie alle würden den südlichen Oberrhein auf ganz unterschiedliche Weise prägen. Hinter ihren Erfolgsgeschichten würden innovative Ideen und mutige Entscheidungen stecken, die inspirieren und zeigen: Hier geht was!
Roland Mack redet über Erfolg
In der ersten Folge spricht Europa-Park-Mitgründer Roland Mack über das Geheimnis seines Erfolges, über Familie, über Rollenspiele mit den eigenen Kindern, über die Kunst des Loslassens im Alter. Und darüber, wie es sich eigentlich anfühlt, der Boss zu sein des besten Freizeitparks der Welt.
Siehe auch hier:
IHK-Umfrage zeigt: Angst vor Wirtschaftskrise und Krieg dominiert bei Auszubildenden am Oberrhein