Wirtschaft

Grundsteinlegung: LEITWERK und E-Werk Mittelbaden investieren in ein Rechenzentrum für 16 Millionen Euro

Sechs Männer mit Helm
© E-Werk Mittelbaden – Die Beteiligten legten in den Lahr den Grundstein für das Rechenzentrum.
Mit einem symbolischen Spatenstich startete in Lahr der Bau eines hochmodernen Rechenzentrums, das Maßstäbe für digitale Infrastruktur und Nachhaltigkeit setzen soll. Das Joint Venture LEITWERK aus Appenweier investiert 16 Millionen Euro in das Projekt, das Platz für rund 230 Racks bietet und mit Ökostrom vom Dach und ressourcenschonender Technik betrieben wird. In zwei Jahren soll der Betrieb starten und regionale Unternehmen sowie Verwaltung mit leistungsfähiger, sicherer IT versorgen.
Neuester Stand der Technik

Am Mittwoch legten die beiden Geschäftsführer des Joint Ventures LEITWERK Rechenzentren Appenweier/Lahr GmbH, Julian Neunstöcklin und Ralf Schaufler, den Grundstein für das auf dem „startkLahr Airport & Business Park Raum Lahr“ entstehende neue Rechenzentrum. Das Rechenzentrum in Lahr wird auf dem neuesten Stand der Technik realisiert und kreuzungsfrei mit einer Vielzahl von Providern sowie seinem „Rechenzentrums-Zwilling“ in Appenweier verbunden. Einer Pressemitteilung des E-Werks Mittelbaden zufolge bietet es Platz für circa 230 Racks.

PV-Anlage geplant

Die angestrebte positive CO2-Bilanz werde unter anderem durch eine ressourcenschonende Strom- und Kühlnutzung beim Rechenzentrumsbetrieb erreicht. Eine PV-Anlage auf dem Dach des Gebäudes werde das Rechenzentrum zusätzlich mit Ökostrom versorgen, den das E-Werk Mittelbaden mit vor Ort produzierter regenerativer Energie liefert.

Staatliche Funktionen

Bereits in zwei Jahren soll das Gebäude fertig sein und in den Betrieb gehen. Das Joint Venture investiert 16 Millionen Euro, wie es weiter heißt. Rechenzentren ebenso wie Energieversorger sind Einrichtungen, die für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher sowie staatlicher Funktionen unabdingbar sind. Wichtig seien die hohe Verfügbarkeit, Professionalität im Betrieb und die Einhaltung „sehr hoher Sicherheitskriterien.“

Leistungsfähige Internetanbindungen

Neben der Erweiterung von Glasfaserstrecken, die in eigenen Datenleitungen des E-Werks Mittelbaden auf moderner Glasfaserinfrastruktur ausgerichtet seien, erfolge durch die LINK2AIR GmbH parallel der Ausbau eines flächigen Richtfunknetzes. Für die regional ansässigen Unternehmen entstehe damit eine digitale Plattform, die durch die Bereitstellung leistungsfähiger Internetanbindungen die nötige Basis für Digitalisierungsprojekte jeglicher Art schaffe.

Foto: E-Werk Mittelbaden

„Rechenzentrum ist Meilenstein“

Für Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender des E-Werks Mittelbaden, stelle das Rechenzentrum ein Leuchtturmprojekt „Made in Baden-Württemberg“ dar, das weit über die Ortenau sichtbar werde: „In Lahr setzen wir mit dem neuen Rechenzentrum einen weiteren Meilenstein. Das Rechenzentrum zählt mit seiner nachhaltigen Energieversorgung, mit seiner sicheren und leistungsstarken Infrastruktur und der Option KI-Anwendungen zu hosten als Wachstumsmotor für den Mittelstand zu den fortschrittlichsten seiner Art in Baden-Württemberg.“

„Regionale digitale Souveränität“

Rico Siefermann, Vorstandsvorsitzender NOVELLUS Holding AG (Dachgesellschaft der Q-FOX® Gruppe), wird wie folgt zitiert: „Wir setzen unsere Marktstrategie konsequent um. 2020 haben wir zehn Millionen Euro in ein hochverfügbares, zertifiziertes Rechenzentrum in Appenweier investiert. Mit dem aktuellen Projekt am Standort Lahr erweitern wir nun unsere Infrastruktur gezielt und stärken damit die regionale digitale Souveränität – ein zentraler Faktor für Sicherheit, Resilienz und Unabhängigkeit in herausfordernden Zeiten.“

Resilienz der Verwaltung

Der Oberbürgermeister der Stadt Lahr, Markus Ibert, sieht in dem neuen Rechenzentrum eine Stärkung der digitalen Infrastruktur in der gesamten Region: „Es garantiert redundante Vernetzung, hohe Sicherheitsstandards und einen 24/7-Betrieb und erhöht damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ebenso wie die Resilienz und die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Julian Neunstöcklin, Geschäftsführer LEITWERK Rechenzentrum Appenweier/Lahr GmbH, wies auf die modernen Anforderungen und wachsenden Datenmengen hin. Die Rechenzentren seien sichere Häfen für die Kunden.

Foto: Rico Siefermann, Vorstandsvorsitzender NOVELLUS Holding AG, Bernhard Palm, Vorstandvorsitzender E-Werk Mittelbaden, Julian Neunstöcklin, Geschäftsführer LEITWERK Rechenzentren Appenweier/Lahr GmbH, Ralf Schaufler, Geschäftsführer LEITWERK Rechenzentren Appenweier/Lahr GmbH, Markus Ibert, Oberbürgermeister der Stadt Lahr, und Daniel Halter, Geschäftsführer und Verbandsdirektor Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH.

red/wh

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